In der niedersächsischen Gemeinde Rastede wird künftig im Windpark Lehmden weiter grüne Energie produziert. Der Projektentwickler VSB mit Standort in Osnabrück repowert die Anlagen von bisher zusammen 3,6 Megawatt (MW) auf insgesamt 18 MW unter dem Projektnamen VSB Windpark Liethe-Lehmden. Der Baubeginn ist voraussichtlich im November 2026.

Im Landkreis Ammerland ist Windenergie bereits ein wichtiger Teil der regionalen Wertschöpfung und ein zuverlässiger Lieferant grüner Energie. Die Bestandswindparks drehen dort seit mehreren Jahrzehnten und erreichen nun das Ende ihrer Betriebszeit. Beim sogenannten Repowering ist das Ende jedoch ein Neuanfang: Moderne und leistungsstärkere Turbinen ersetzen die bisherigen Anlagen. Auch die VSB Gruppe mit Standort in Osnabrück geht diesen Weg. VSB erhielt im Juli 2025 die Genehmigung für das Repowering von vier NEG Micon NM52-Anlagen, die jeweils eine installierte Leistung von 0,9 MW besitzen. Der aktuell noch betriebene Windpark wird vor der Inbetriebnahme der neuen Anlagen zurückgebaut.

Im Rahmen des Repowerings werden drei neue Vestas V150-Anlagen errichtet. Der jährlich produzierte Stromertrag erhöht sich damit deutlich und ist ausreichend, um etwa 11.300 3-Personen-Haushalte mit sauber erzeugter Energie zu versorgen.

Der Windpark Liethe-Lehmden leistet einen aktiven Beitrag für die Region, sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich. Nach der Inbetriebnahme verbleibt ein großer Teil der Gewerbesteuereinnahmen direkt in der Standortgemeinde. Zusätzlich profitieren alle Gebiete im Umkreis von 2,5 Kilometern rund um die Anlagen: Gemäß § 6 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes erhalten die Gemeinden jährlich eine Beteiligung von 0,2 Cent pro erzeugte Kilowattstunde. Je nach Stromertrag können so pro Anlage wiederkehrende Zusatzeinnahmen zwischen 25.000 und 30.000 Euro erzielt werden. Dadurch entstehen neue Möglichkeiten für Projekte und Investitionen, die die Region noch lebenswerter und zukunftsfähiger machen.

„Mit diesem Windpark möchten wir nicht nur einen weiteren Schritt bei der Energiewende gehen, sondern auch dazu beitragen, die Regionen, in denen wir Projekte realisieren, nachhaltig zu stärken. Die lokale Wertschöpfung bleibt vor Ort, und der Windpark eröffnet Spielräume für Investitionen in Infrastruktur, Soziales und Bildung – das ist für uns als Unternehmen ein zentraler Anspruch“,

bekräftigt Thomas Winkler, Geschäftsführer der VSB Deutschland.

„Niedersachsen nimmt eine Schlüsselposition beim Ausbau der Windenergie in Deutschland ein. Das Repowering, wie hier im Windpark Liethe-Lehmden, wird zukünftig die zentrale Rolle spielen, um vorhandene Flächen optimal und schonend zu nutzen und die Energieausbeute deutlich zu erhöhen. Das ist entscheidend für die Akzeptanz und das Tempo der Energiewende“,

ergänzt Dr. Felix Grolman, CEO der VSB Gruppe.

Quelle: VSB


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