Juwi ist seit 2011 mit einer eigenen Niederlassung in Brandis aktiv, um Projekte im Bereich Wind- und Solarenergie in Sachsen zu entwickeln und umzusetzen. Feralpi betreibt seit 1994 in Riesa das zehntgrößte Stahlwerk Deutschlands und beschäftigt dort rund 850 Mitarbeitende. Gemeinsam prüfen die beiden Unternehmen, wie der Einsatz erneuerbarer Energien die CO₂-Emissionen der Stahlproduktion senken kann. Die Feralpi-Gruppe verfolgt hier ehrgeizige Ziele: Sie will Klimaneutralität bis 2050 erreichen.
Erste Juwi-Projekte im benachbarten Landkreis Mittelsachsen sollen bis 2029 in Betrieb gehen. Feralpi prüft eine Beteiligung – vorausgesetzt, das Projekt erweist sich als wirtschaftlich tragfähig für das Unternehmen. Die beiden Windparks sollen aus fünf beziehungsweise sechs Windenergieanlagen bestehen. Jede Anlage soll jährlich rund 20 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen.
© FeralpiDie geplanten Projekte sollen auch die regionale Wertschöpfung erhöhen. Anstatt Energie aus dem Ausland zu importieren, wird sie regional erzeugt, und sowohl der Bau als auch der Betrieb der Wind- und Solaranlagen schaffen Aufträge für regionale Unternehmen.
„Die Zusammenarbeit mit einem energieintensiven Unternehmen wie Feralpi kann als Modell für weitere Projekte dienen und zeigt, dass die Transformation hin zu einer klimaneutralen Schwerindustrie in Deutschland möglich ist“,
erklärt JUWI-Geschäftsführer Christian Arnold. Gemeinsam werden die Vorteile erneuerbarer Energien in Sachsen betont, um lokale Unternehmen zu sichern und die regionale Wertschöpfung zu steigern.
„Wir dekarbonisieren unsere Produktionsprozesse konsequent. Die Zusammenarbeit mit JUWI stellt einen weiteren möglichen Schritt auf unserem Weg zum Hauptziel dar: grünen Stahl in Riesa zu produzieren. Die Investition von mehr als 220 Millionen Euro in unser Werk in Deutschland zeigt, dass wir an die Zukunft der deutschen Stahlproduktion glauben“,
sagt Uwe Reinecke, Geschäftsführer von Feralpi.
Die Vereinbarung zwischen ist Teil einer Initiative mehrerer großer Industrieunternehmen in der Region: Bereits 2022 gründeten Wacker Chemie AG Nünchritz, Feralpi, Mannesmann Röhrenwerke, Schmiedewerke Gröditz, Großenhainer Gesenk- und Freiformschmiede GmbH sowie das Ervin-Stahlwerk in der Region Riesa die EWI – Energie- und Wasserstoff-Allianz im Industrie-Bogen Meißen, um gemeinsam die Herausforderungen in den Bereichen Energiepreise und Klimaschutz anzugehen. Die Unternehmen repräsentieren einen jährlichen Energiebedarf von rund 2,1 Milliarden Kilowattstunden Strom und etwa 1,4 Milliarden Kilowattstunden Erdgas.
Quelle: JUWI
Auch interessant:
- Company News04/08/2025Eine erste ENERCON-Windenergieanlage mit emissionsreduziertem Stahlturm wurde im Windpark Diepholzer Bruch installiert. Möglich wird dies durch Partnerschaften ...
- Press release, Expert knowledge05/01/2024Mehrere hundert Millionen Tonnen CO2 pro Jahr in der weltweiten Stahlproduktion einsparen – das wollen Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) ...


