In einem Schreiben an den Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) beschreibt sie die weiterhin angespannte Lage im Land und bittet um die Bereitstellung technischer Ausrüstung für die anstehende Heizperiode.

Katherina Reiche verweist darauf, dass Russland die ukrainische Energieversorgung seit Beginn des Angriffskrieges gezielt angreife. „Mit brutaler Konsequenz werden Kraftwerke, Umspannwerke und Speicher zerstört“, heißt es in dem Schreiben. Nach Angaben des ukrainischen Energieministeriums seien bislang „fast 60 Prozent der Gasproduktionsinfrastruktur zerstört“. Der Zusammenbruch der Stromproduktion in vielen Landesteilen habe zur Folge, dass „Hunderttausende Menschen ohne Strom, ohne Heizung, ohne Wasser“ lebten.

Die Ministerin würdigt zugleich die Anstrengungen der ukrainischen Bevölkerung, zentrale Versorgungsleistungen trotz der Angriffe wiederherzustellen. Behindert werde dies jedoch durch einen „akuten Mangel an technischer Ausrüstung, Ersatzteilen und Geräten“. Vor diesem Hintergrund sei eine erneute Unterstützung durch die deutsche Wirtschaft besonders wichtig.

Katherina Reiche bittet Unternehmen daher zu prüfen, „ob Ihr Unternehmen oder Ihre Einrichtung geeignetes technisches Equipment, Fahrzeuge, Werkzeuge oder Materialien bereitstellen oder spenden kann“. Dazu zählen etwa Transformatoren, Pumpen, Schaltanlagen oder andere funktionsfähige Komponenten, die in Deutschland nicht mehr benötigt werden.

Bereits mehr als 100 Unternehmen hätten im Rahmen der bestehenden Spendenkampagne Energietechnik zur Verfügung gestellt, die rund 1,3 Millionen Menschen mit Energie versorge. Die Initiative wird über den Ukraine Energy Support Fund, die Deutsch-Ukrainische Energiepartnerschaft sowie die GIZ koordiniert.

Spendenangebote können an die eingerichtete Taskforce (TF-Ukrainehilfe@bmwe.bund.de) oder direkt an die GIZ (helpenergyukraine@giz.de) gesendet werden. Katherina Reiche dankt allen Firmen, die bereits unterstützt haben, und appelliert an weitere Unternehmen, einen Beitrag zur Sicherung der ukrainischen Energieversorgung im Winter zu leisten.

Quelle: BMWE