Kanzler Merz hat am Klimagipfeltreffen World Climate Leaders‘ Summit von Staats- und Regierungschefs im brasilianischen Belém im Vorfeld der Weltklimakonferenz teilgenommen. Damit hat er die Bedeutung des Klimaschutzes für die Bundesregierung unterstrichen.
Den Klimawandel könne man nicht isoliert betrachten, so der Kanzler bei dem Klimagipfel in Belém. Klimawandel, Wettbewerbsfähigkeit und Sicherheit müssen zusammengedacht werden.
Im Vorfeld bereits EU-Einigung auf Klimaziele
Kurz vor der Reise des Kanzlers nach Brasilien hatte sich die Europäische Union auf wichtige Klimaziele geeinigt. Eine Einigung gab es beim Klimaziel für 2040, 90 Prozent weniger Treibhausgase wie Kohlendioxid im Vergleich zu 1990 auszustoßen. Ebenfalls hat die EU einen gemeinsamen Klimaschutzbeitrag für die bevorstehende Weltklimakonferenz COP30 in Belém definiert. Dieser liegt bei einem Korridor von 66,25 bis 72,5 Prozent Treibhausgas-Reduktion bis 2035 im Vergleich zu 1990. Hier sei die EU weiter geschlossen vorangegangen, bemerkte der Kanzler.
Das Wichtigste in Kürze:
- Historische Weggabelung: Zehn Jahre nach Abschluss des Pariser Klimaabkommens habe Deutschland die Entscheidung getroffen, auf Innovation und Technologie zu setzen, um dem Klimawandel erfolgreich Einhalt zu gebieten. Dabei gehe es darum, den Wohlstand und die Wettbewerbsfähigkeit der Volkwirtschaften zu sichern, so der Kanzler.
- Schutz des tropischen Regenwaldes: Bundeskanzler Merz wies auf die Bedeutung der Tropenwälder hin. Sie seien einer der wichtigsten Kohlenstoffspeicher weltweit und Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen zugleich. Deshalb werde Deutschland den geplanten Waldschutzfonds TFFF – „Tropical Forest Forever Facility" – unterstützen, auch finanziell. Bei dem Fonds handelt es sich um eine kapitalmarktbasierte Lösung für den Erhalt des tropischen Regenwalds.
- Technologie und Innovationen für Klimaschutz: Die Speicherung von Kohlendioxid sei eine technische Lösung, dem Klimawandel zu begegnen, erklärte der Kanzler. Der Bundestag habe bereits ein Gesetz dazu verabschiedet. Darüber hinaus trage auch die Wirtschaft aktiv zum Klimaschutz bei. Schon heute mache Cleantech „made in Germany“ mehr als acht Prozent der deutschen Exporte aus. Auch die CO2-Bepreisung als marktwirtschaftliches Instrument gehöre zu einer technologieoffenen Transformation dazu, betonte er.
Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
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